Konzept 2017-10-08T09:41:56+00:00

Das Leben hat längst begonnen. Du steckst mitten drin. Trotzdem bist Du auf einer permanenten Suche.

Viele Menschen leben von Wochenende zu Wochenende, von Urlaub zu Urlaub, von der Arbeit zur Rente. Und sind dadurch fast nie im Jetzt– sondern immer auf der Suche. Sein Leben in die Zukunft zu verlegen und auf das baldige Glück zu warten, ist paradox. Denn die Zukunft tritt nicht ein. Morgen bleibt morgen. Etwas morgen tun heißt, es nicht zu tun.

Wenn Du die Suche nach Deinem Glück beendest, wird Dein Glück kommen.

In zahllosen Gesprächen haben mir Menschen mitgeteilt, dass sie sich wünschen, mit der aktuellen Situation komplett zufrieden zu sein. Kein Suchen, kein Hoffen auf Veränderung. Die reine Klarheit, das ruhige Freuen über das Jetzt. Nicht mehr in der Vergangenheit nach Fehlern und Ursachen zu suchen. Kein Warten auf den Erfolg. Sondern einmal im Leben glücklich, zufrieden und mit sich selbst im Reinen zu sein.

Im Jetzt zu leben ist extrem schwer. Oder? Und warum kann das dann jede Katze, jede Kuh und alle kleinen Kinder?

Tiere leben offensichtlich ohne ein Konzept von Vergangenheit und Zukunft. Wenn eine Kuh völlig entspannt auf der Weide steht und frisst, wie lange musste sie dafür üben? Kleine Kinder sind ebenfalls im Jetzt. Sie leben im Augenblick. Daher glaube ich, dass uns Kinder mehr beibringen können, als wir ihnen in der Schule jemals zeigen könnten.

Wenn kleine Kinder so mühelos im Jetzt leben, wieso fällt uns das so schwer?

In der modernen Gesellschaft ist das Leben im Jetzt nicht üblich. Nur ein kleiner (sehr zufriedener) Teil der Menschen ist in der Lage, im reinen Augenblick zu leben und damit Denken und Fühlen zu steuern. Um diesen Mangel auszugleichen, suchen wir uns extreme Hobbys wie Fallschrimspringen, nehmen Drogen, die das Denken verringern und uns in das Jetzt bringen sollen. Im Moment der Todesgefahr oder wenn wir einen Rausch haben, fühlen wir uns dem Jetzt näher. Kein Grübeln mehr, keine beliebigen Gefühle. Nur der Augenblick.

Andere Menschen versuchen, mit spirituellen Büchern, Kursen oder esoterischen Übungen zu sich zu finden. Aber was soll ein Meditationskurs bringen, wenn Dein Denken das gleiche bleibt? Wenn ich

also wieder glaube, dass mein Glück von außen kommt. Und nicht aus mir selbst heraus. Ich habe bisher kaum jemanden gesprochen, der durch ein solches Angebot dauerhaft zufrieden, glücklich und erfolgreich wurde. Im Gegenteil geben die Menschen viel Geld aus, um ein vermeintliches Ankommen, das Mit-sich-im-Reinen sein zu erlangen.

Was bringt die schönste Saunalandschaft, wenn Dein Geist tut, was er will.

Glücklich zu sein, kann nur von innen kommen. Durch Denken. Und Fühlen. Die Frage in meinem Leben war: Wer entscheidet eigentlich, was ich denke und fühle?

Mir war immer bewusst, dass die Gedanken ziemlich beliebig sind. Denn wo soll der tiefere Sinn darin liegen, nachts wach zu werden und eine Diskussion von vor einem Jahr schon wieder durchzudenken, sich zu ärgern, einen anderen überzeugen zu wollen? Was ich aber 36 Jahre lang nicht konnte, war, meine Gedanken selber zu bestimmen.

Und genau das wollte ich ändern. Ich habe gespürt, dass mein eigenes Glück davon abhängt, dass von nun an ICH bestimme, was ich denke und fühle. Ich wollte unabhängig sein. Nie wieder wollte ich rot werden, weil irgendwer irgendwas sagt. Ich brauchte Sonnencreme für sie Seele.

Ich hatte zu diesem Zeitpunkt schon mehr als 200 Büchern zu den Themen Glück, Erfolg, Buddhismus gelesen. Und doch überzeugte mich keines wirklich. In vielen Büchern geht es nämlich doch wieder darum, sein Glück in äußeren Dingen zu finden. Warum sollte ich zufrieden sein, wenn ich positiv in die Zukunft schaue? Da fällt mir doch nur auf, dass das JETZT nicht so gut ist. Und was ist, wenn sich meine positiven Affirmationen einfach nicht erfüllen?

Wie bitteschön soll tiefes Glück in mein Leben treten, nur weil ich mich umständlich auf den Boden setze, mir eine CD mit billigen Keyboardklängen anhöre bis mir meine Knie und meine Ohren weh tun?

Meinen inneren Denker und Fühler zu sehen und zu verstehen, wie die beiden Jungs da oben in meinem Kopf arbeiten, war eine entscheidende Situation in meinem Leben. Ich habe lernen dürfen, dass die Spannung zwischen Vergangenheit und Zukunft die Energie für mein Denken und Fühlen bereitstellen. Da ich die Vergangenheit und Zukunft als zwei Illusionen betrachte, konnte ich plötzlich verstehen, warum meine Gedanken derart beliebig und meistens gar nicht konstruktiv sind. Hart formuliert, könnte ich sagen: Was mein Denker da so produziert, ist mir egal. Wenn Du also Vergangenheit und Zukunft nicht mehr möchtest, komm ins Jetzt. Im Jetzt gibt es (und wenn es nur für Augenblicke ist) weder Gedanken noch Gefühle. Nur eine Klarheit, die Dich wahrscheinlich ziemlich umhauen wird.

Ins Jetzt zu kommen ist mit etwas Übung sehr leicht. Und dafür brauchst Du auch kein Praktikum im Kindergarten oder beim Milchbauern um die Ecke.

Wenn Du Deinen Denker benutzt, um Probleme zu lösen, Aufgaben zu schaffen und weiterzukommen, dann nutze ihn als Dein bestes Werkzeug. Wenn er Dir irgendetwas zusammengrübelt, weise ihn klar in die Schranken.

Wenn Du die Arbeit Deines inneren Fühlers genießen kannst, dann fühle wild drauf los und lob ihn dafür. Wenn Dir ein Gefühl nicht gefällt, dann zeig ihm, wer der Chef in Deinem Kopf ist.

Viele Konzepte sind Flickwerk und kosten nur Zeit und Geld. Statt mit Bananenblatt auf dem Kopf durch ein  Ashram in Indien zu laufen finde Dein Glück in Dir selbst. Denn woanders ist es nicht.

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