Dein Leben ist zu kurz zum Grübeln!

Grübelst Du über alte Hüte oder ungelegte Eier?

Viele Menschen kennen es, nachts wach zu liegen und zu Grübeln. Manche haben selbst am Tage immer wieder kehrende Gedankenspiralen.

Woher kommen Deine Gedanken? Und wofür sind die gut?

Unser Geist ist eine extrem leistungsfähige Maschine. Kein anderes Lebewesen ist in der Lage, solche komplexen Ideen, Konzepte und Probleme zu verarbeiten. Dabei haben wir, im Gegensatz zu den allermeisten Tieren, ein klares Konzept von Vergangenheit und Zukunft.

Es ist uns also möglich, unsere Gedanken auf vergangene Zeiten oder auf eine kommende Zukunft auszurichten. Und genau hier liegen unsere tollsten Chancen- und unser größtes Problem!

In früheren Zeiten waren wir unserer Umwelt ziemlich schutzlos ausgeliefert. Wir konnten gegen viele Tiere genauso wenig ausrichten wie gegen Krankheiten, Naturerscheinungen und andere Gruppen von Menschen.

Wir waren daher sehr auf unsere Stärke fokussiert: Unseren Geist!

Vor vielen hundert Jahren war daher die Weitergabe von Wissen wichtig- für unser Überleben. Es ist leicht vorstellbar, dass es früher wichtiger war, über Krankheiten, Unwetter, wilde Tiere und giftige Beeren zu sprechen als über die schönen Dinge des Lebens.

Warum wir schlechte Nachrichten lieben…

Schlechte Nachrichten waren einfach wichtiger- und sind es bis für die meisten Menschen noch heute!

Es vergeht keine Nachrichtensendung, die nicht voller Krisen, Katastrophen, Gefahren und Ängsten ist- denn genau das wollen wir sehen!

Es gibt allen Ernstes viele Deutsche, die die “Griechenlandkrise” als eines der wichtigsten Probleme in ihrem Leben sahen. Und da ahnte ja noch keiner, wie schlimm die “Abgaskrise” würde.

Was uns abends in unserem Wohnzimmer als angeblich wichtige Information gezeigt wird, entsteht ganz simpel aus Angebot und Nachfrage- daher sind die Nachrichten in anderen Gebieten der Welt komplett anders. Es wird nur und ausschließlich gezeigt, was wir sehen wollen.

Statt am wärmenden Feuer in unserer Höhle von wilden Tieren zu hören, starren wir gebannt auf unseren leuchtenden Fernseher und gruseln uns vor Stürmen, fremden Menschen, Unfällen und Kriegen in weit entfernten Regionen. Hauptsache, die dazugehörigen Bilder sind möglichst spektakulär.

Wir sind die Nachfahren von Paranoikern!

Unser Gehirn ist auf einen ständigen Kampf vorbereitet. Wir vermuten überall Gefahr, Verrat und Situationen, in denen wir machtlos sein könnten. Um auf diese angeblichen Gefahren bestmöglich vorbereitet zu sein spielen wir diese Kämpfe lieber schon einmal im Kopf durch.

Wenn wir uns auf Probleme, Kämpfe, Konflikte und Sorgen vorbereiten, dann werden diese auch in unser Leben kommen.

Unsere Welt ist komplex geworden, denn durch die Medien sind auch entfernte Kriege ganz nah. Während noch vor 50 Jahren nur wenige Menschen ihr Land oder gar Europa verließen und neue Sprachen, Essen, Menschen und Kulturen kennenlernen konnten, sehen wir heute im Fernsehen plötzlich in einem Video, wie in Syrien ein Mensch geköpft wird. So etwas MUSS uns Angst machen. Vieles von dem, was wir sehen, können wir nicht einordnen-da ist Ablehnung die einfachste Reaktion.

Es ist für uns westliche Menschen ganz normal, von Vergangenheit und Zukunft zu sprechen.

Wir leben am Montag gedanklich schon im Wochenende und im Januar freuen wir uns auf den Frühling. Wir zählen die Tage bis zum Urlaub und im Urlaub die noch verbleibenden Tage. Wenn wir im Feierabendverkehr nach Hause hetzen, dann sind wir gedanklich schon auf dem Sofa. Im Jetzt zu sein ist vielen Menschen fremd.

Du bist nicht Dein Denken!

Ich stelle mir immer vor, dass ich einen “Inneren Denker” habe.

Der sitzt in meinem Kopf und produziert den lieben langen Tag Gedanken. Aber woher kommen diese Gedanken, wieso macht der das?

Es ist unglaublich befreiend, wenn Du zum ersten male in Deinem Leben Deinen inneren Denker bei der Arbeit siehst. Du hast einen Gedanken und kannst diesen Gedanken wie ein Außenstehender beobachten. Du machst einen Schritt zurück und sagst nicht mehr “Ich denke gerade an meinen Kontostand”, Du lehnst Dich zurück und sagst “Hey, wie interessant. Mein Denker produziert wirklich einen Gedanken über Geld. Und das, obwohl ich eigentlich so entspannt duschen wollte!”.

Du bist nicht Dein Denken. Es entstehen zwar in Dir Gedanken- aber Du BIST nicht Dein Denken. Verwechsle Dich nicht mit Deinen Gedanken!

Dieser Abstand zu den eigenen Gedanken ist der erste Schritt in Richtung Freiheit.

Dein innerer Denker braucht für das Herstellen dieser unzähligen und meist beliebigen Gedanken sehr viel Energie. Und weißt Du, woher er diese Energie bezieht? Aus Vergangenheit und Zukunft.

Die Spannung zwischen Vergangenheit und Zukunft ist der Treibstoff für Deinen Denker- ohne Vergangenheit und Zukunft kann er nichts tun.

Unsere Vergangenheit ist eine faszinierende Komposition unseres Geistes. Wir haben schon damals alles durch eine völlig subjektive Brille gesehen- und sind doch überzeugt, dass es genauso war! Auch die Erinnerung an vergangene Zeiten ist ein Trugschluss. Unser Gehirn ist ein Meister darin, sich wunderbare Geschichten auszudenken und diese als eine Vergangenheit abzuspeichern.

Und die Zukunft? Die kann uns doch schnell Angst machen. Denn wir wissen letztlich nie, was kommt und können manche Dinge nicht beeinflussen. Und das mögen wir nicht- denn es könnte ja immer etwas Schlimmes passieren!

Wenn mein innerer Denker nun aus einer Vergangenheit, die es so nie gab und einer Zukunft, die völlig unklar ist, meine Gedanken herstellt: Wie wichtig, wie zielführend sind dann meine Grübeleien, meine Sorgen? Lohnt es sich eigentlich, nachts wach zu liegen und über alte Hüte oder ungelegte Eier nachzudenken?

Meine Antwort darauf ist ganz einfach: Meine Gedanken kommen aus Vergangenheit und Zukunft. Also aus zwei Illusionen. Und damit sind mir meine Gedanken ganz überwiegend völlig egal.

Der einzige Zustand,den es wirklich gibt- ist das Jetzt.

Damit meine ich keinen Kalenderspruch, ich meine es komplett wortwörtlich: Es gibt rein gar nichts, außer dem Jetzt. Wir leben in einer Abfolge von Jetzten. Da sind uns kleine Kinder und die Tiere weit voraus- sie wissen, dass es nur das Jetzt gibt.

Das hat mit dieser Unzahl an esoterischem Unsinn im Internet nicht das Geringste zu tun!

Was ich hier darstelle, ist den meisten extrem erfolgreichen und glücklichen Menschen völlig klar. Die Vorfahren des Buddhismus wussten vor 3800 Jahren: Kann ich mein Denken sehen und mich davon unterscheiden, dann ist das der Schlüssel zu Glück und Erfolg.

Wenn Dein Geist Dir gut tut, Du Probleme löst und schöne Dinge planst- dann genieße Deinen inneren Denker und sage ihm Danke!

Wenn Dich Dein Grübeln, Deine schlaflosen Nächte und Deine Gedankenspiralen nerven- dann sage Deinem inneren Denker, dass Du das nicht willst.

In meinem Videokurs erkläre ich Dir, wie Du mit etwas Übung selber entscheiden kannst, ob Du das denken möchtest, was Dir Dein Denker da präsentiert. Wenn Du Chef bist in Deinem Kopf, dann kann Dich keiner mehr verletzen. Immer wieder für kurze Augenblicke ins Jetzt zu kommen ist nicht so schwer, wie Du denkst. Das Ziel ist lohnenswert:

Du bist frei.

Du bist zufrieden.

Du bist unabhängig.

Denn ab jetzt entscheidest Du, was Du denkst!

Dein Timm

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2018-04-03T12:11:36+00:00

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